Die Opfer

- Die Opfer -

Gedenkstein für die Opfer
von Hinterkaifeck auf dem
Friedhof von Waidhofen
Andreas Gruber

Der Austragsbauer Andreas Gruber war 63 Jahre alt, fast 1,80 Meter groß, von kräftiger Statur, furchtlos und durch nichts so leicht zu erschüttern. Er wurde als geizig, menschenscheu, stur und äußerst mißtrauisch beschrieben.
Er hatte auch das "Sagen" auf Hinterkaifeck, obwohl er das Anwesen schon längst an seine Tochter Viktoria übergeben hatte.
Er findet 5 Tage vor der Mordnacht im Schnee eine "Münchner Zeitung", die niemand in der Gegend abonniert hatte, auch der Postbote hatte sie nicht verloren.
Am 31.03.22 entdeckt er frühmorgens im Schnee Spuren, die vom Wald zu seiner Motorhütte führen, aber nicht mehr zurück.
Auch sein Haustürschlüssel war spurlos verschwunden.
Stunden später teilt er seine Endteckungen seinem Nachbarn, Lorenz Schlittenbauer mit. Der will ihm angeboten haben, ihm seinen Trommelrevolver zu leihen. Er schlägt auch vor, die Gendarmerie zu verständigen.
Doch Gruber lehnte ab....



Cäcilia Gruber

Cäzilia Gruber war 72 Jahre alt und in zweiter Ehe mit Andreas Gruber verheiratet.
Als im Dezember 1914 von der Einheit in Frankreich die Nachricht vom Tode Ihres Schwiegersohnes Karl Gabriel kam, soll sie gesagt haben: "Nun ist die Scheidung schon da"

Viktoria Gabriel

Viktoria Gruber, die 35jährige Hoferbin wurde nur nach einigen Monaten Ehe Witwe.
Sie wird als eine bildschöne Frau mit blonden Haaren beschrieben. Und sie soll ihrem Vater sexuell hörig gewesen sein.
Einmal hat sie sogar der Gruber mit ihrem Einverständnis in einem Schrank gesperrt,als ein junger Bursche nach Hinterkaifeck kam und um ihre Hand anhalten wollte.
Sie war im Kirchenchor erste Sängerin und wurde wegen ihrer schönen Stimme auch als "Lerche von Kaifeck" bezeichnet.


Cäcilia Gabriel

Die Cilli, wie sie genannt wurde, war 7 Jahre alt.
Sie war die Tochter von Karl und Vikoria Gabriel, ihren Vater hat sie niemals kennengelernt. Der starb wenige Wochen vor Ihrer Geburt an der Front des 1.Weltkrieges in Arras/Frankreich.
Sie wurde nach den Osterferien im April 1921 in die Volksschule in Waidhofen eingeschult. Bevor ihr erstes Schuljahr zu Ende war, musste sie grauenvoll sterben.
Sie war die einzige, die nicht sofort tot war und noch 1-2 Stunden mit Leben und Tod kämpfen musste. Dabei riss sie sich büschelweise die Haare aus.



Josef Gruber

Josef Gruber, der 2 1/2 jährige Sohn der Viktoria Gabriel könnte vielleicht der Schlüssel zu den grauenhafen Morden gewesen sein. Sein leiblicher Vater ist nicht bekannt. Jedoch hatte Viktoria Gabriel während der Zeit der Empfängis ein Verhältniss mit ihrem Nachbarn, dem Ortsführer Lorenz Schlittenbauer. Da sie aber ebenfalls ein inzestiöses Verhältniss mit ihrem Vater, dem Gruber Andreas hatte, könnte dieser genau so gut der Vater des kleinen Buben sein. Er trug den Nachnamen seines Opas (Andreas Gruber), denn dieser war sein Vormund.
Er wurde in seinem Kinderwagen durch das aufgespannte Verdeck hindurch brutal erschlagen. Das Verdeck des Kinderwagens wurde nach der Tat mit einem roten Kleid abgedeckt.


Maria Baumgartner

Maria Baumgartner war am Tag des Mordes gegen 17.00 Uhr auf Hinterkaifeck eingetroffen.
Die 44jährige, ledige Dienstmagd kam aus Kühbach bei Aichach und war leicht gehbehindert.
Ihre Schwester Franziska, die sie nach Hinterkaifeck begleitet hatte, sagte später aus:
"Maria lief mir nach dem Abschied nochmal nach, griff nach meiner rechten Hand und wollte mich gar nicht loslassen, als hätte sie etwas geahnt."
Sie war noch mit dem Auspacken ihrer wenigen Habseligkeiten beschäftigt, als sie die tödlichen Schläge trafen.

(Quelle: Peter Leuschner 1978)

Eintrag von Pfarrer Michael Haas ins Sterbebuch der Pfarrei Waidhofen. Unter der Rubrik "Krankheit" vermerkte der Geistliche bei allen sechs Opfern "Raubmord". Bei dem zweieinhalbjährigen Joseph vermerkte er "illeg.".
In der Spalte "Stunde des Hinscheidens trug Pfarrer Haas den 31.März 1922 abends ein.




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